© 2009-2012 Gender - Theorie oder Ideologie?

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Gender

- Theorie oder Ideologie?

"Feminismus, Marxismus und Kindheit""Der neue Mensch"

"Feminismus, Marxismus und Kindheit"

Die bekannte Trauma- und Kindheitsforscherin Alice Miller setzt sich in ihren Büchern immer wieder mit der feministischen Ideologie auseinander. Dies ist zwar nur ein Randthema, dennoch ist es ihr wichtig aufzuzeigen, wie sehr auch Mütter ihre Kinder mißhandeln und ihnen Leid zufügen. In ihren Büchern schildert sie, wie groß der Widerstand bei Feministinnen ist, diese Tatsache zur Kenntnis zu nehmen.

Im vorliegenden Artikel zeigt Alice Miller am Beispiel der österreichischen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, wie sehr Ideologien im allgemeinen und der Feminismus im besonderen dem Zweck dienen, das eigene Kindheitsleid in Verdrängung zu halten und es auf verschiedene Weise mithilfe von Sündenböcken in Szene zu setzen.

Diese Rolle kommt im Feminismus den Männern zu, welche zwanghaft dämonisiert und nicht mehr wie vollwertige Menschen betrachtet werden. Die Frauen hingegen sind wahre Edelmenschen und immer Opfer einer phantasierten "Männerwelt". Dieses Szenario bildet den Hintergrund für die Inszenierung des verdrängten Kindheitsleides, welches ganz real war, aber - da emotional abgespalten und bagatellisiert - nur auf diese verschlüsselte Weise zum Ausdruck kommen kann.

Aufgrund dieser Verdrängungshaltung kommt es im Rahmen des Feminismus zu immer absonderlicheren Konstruktionen von Benachteiligung, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Opfersein. Auf diese Weise ist es möglich, das reale Opfersein der Kindheit in Verdrängung zu halten, es aber trotzdem auf indirekte Weise und mithilfe von diversen Inszenierungen zu artikulieren - ohne jedoch die innere Konfrontation mit den verletzenden Eltern suchen zu müssen.

Die totale Verdrängung und die daraus resultierende emotionale Blindheit machen es möglich, daß sich Feministinnen subjektiv als die größten Opfer fühlen, real aber andere Menschen so behandeln, wie sie es als Kinder erleben mußten. Männer werden abgewertet, teilweise sogar als minderwertig betrachtet. Sie dienen praktisch als Mülleimer für Projektionen und Zuschreibungen, die eigentlich auf die jeweiligen Eltern zutreffen. Da die Eltern aber entsprechend der allgemeinen Ideologie geschont und auf keinen Fall angeklagt werden dürfen, haben im Falle des Feminismus die Männer die Ehre, als Popanz und Mülleimer für verdrängte Gefühle herzuhalten.

In diesem Zusammenhang ist noch hinzuzufügen, daß es sehr auffällig ist, wie wichtig für Feministinnen der Themenbereich Pornografie, Vergewaltigung, sexueller Mißbrauch, Prostitution sowie sexualisierte Darstellung von Frauen ist. Diese Dinge werden in Publikationen wie "Emma" und in feministischen Foren außerordentlich häufig und intensiv thematisiert. Hinzu kommt, daß viele Feministinnen lesbisch sind und daß innerhalb der feministischen Ideologie das Thema Homosexualität viel Raum einnimmt.

Man braucht nicht viel Phantasie, um zu der Vermutung zu kommen, daß gerade viele Feministinnen als Kinder sexuell mißbraucht wurden. Dieser Mißbrauch kann nun mithilfe der feministischen Weltdeutung in Szene gesetzt werden. In dieser Hinsicht ist es sehr aufschlußreich, wie Feministinnen das Thema Prostitution vereinnahmen und darstellen. Prostituierte kommen im Feminismus nur als unmündige, hilflose und verzweifelte Frauen vor, die von rücksichtslosen Männern zur Prostitution gezwungen sowie von ebenso gefühllosen männlichen Kunden ausgebeutet werden.

Dieses Zerrbild ergibt sehr wohl einen Sinn, wenn man sich ein kleines Mädchen vorstellt, das von seinem Vater sexuell mißbraucht wird. Hier ist die oben geschilderte Sichtweise sehr zutreffend. Natürlich ist Prostitution kein normaler Beruf. Nichtsdestotrotz ist sie keine Einrichtung des "Patriarchats", sondern beruht in den meisten Fällen auf der freiwilligen Entscheidung der Frauen, die selbst wiederum als Kinder sexuell mißbraucht wurden.

Mit diesem Beispiel möchte ich illustrieren, daß man sich die merkwürdigen und häufig kruden Konstruktionen und Phantasien von Feministinnen leicht erklären kann, wenn man um die Bedeutung von traumatischen Kindheitserfahrungen weiß und einmal die verdrängte Kindheitsgeschichte dieser Frauen in den Blick nimmt.

Begriffe wie "Phallokratie" oder "Zwangsheterosexualität" erscheinen dann in einem ganz anderen Licht.

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